Gemeinde Sternenfels

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Kunst & Kultur

Karl-Emil-Witzig-Ausstellung

Kunstwerk von Witzig
Kunstwerk von Witzig

Die Gemeinde Sternenfels-Diefenbach hat im sog. Dorfgemeinschaftshaus eine Ausstellung mit 165 Aquarellen von Karl Emil Witzig geschaffen, um auf diese liebenswürdige Weise das Andenken an einen ihrer verdienten Bürger zu bewahren.

Die Bilder halten unsere Heimat fest, Dinge, die wir alle sehen können, wenn wir uns nur auf den Weg machen - und die uns doch so oft gleichgültig lassen, weil wir meinen, sie schon lange zu kennen. Und so lehrt uns der Maler, die Augen zu öffnen, um zu erkennen, wie schön das alles ist: die Häuser und Gärten, die Dörfer, die Wiesen und Felder, die stillen Gewässer und die alten Bäume. Und wir begreifen wenigstens dies: wie sehr Karl Emil Witzig dieses Land geliebt haben muss.

Seine Aquarelle fordern uns nicht zu Diskussionen heraus, sie verschmähen alles Sensationelle. Aber wer sich ihnen zuwendet, wird die feine Meisterschaft entdecken, die sie auszeichnet, die Sicherheit der Zeichnung, die reichen Stufungen der Farben, die Ausgewogenheit der Anlage, Eigenschaften, die im Marktgeschrei untergehen, weil sie Aufmerksamkeit für das leise Gesagte fordern. Die Bilder sind nicht rechthaberisch - aber rechtschaffen. Sie meiden alles Artistische; die ästhetischen Experimente, mit denen uns "die Moderne" blendet, haben den Maler nie verführt: ihm war es Experiment genug, aus Kobaltblau und Ocker genau den Schattenton zu mischen, den das Auge im Sonnenlicht des Baumes entdeckt hat. Wir vertrauen uns den Bildern gerne an. Aber: Karl Emil Witzig war ja nicht nur der bescheidene, zurückhaltende Maler, dem wir in den Bildern begegnen.

Er wurde am 10. April 1905 in Esslingen geboren, im Frühjahr 1923, im wildesten Inflationsjahr der Weltgeschichte, baute er an der Oberrealschule sein Abitur, fünf Jahre später, 1928, war er Diplom-Ingenieur. 9 Jahre lang arbeitete er als Konstrukteur bei Daimler Benz in Bad Cannstatt und in Berlin, dann wurde er Leiter der Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik, schließlich Hauptreferent und Chef des Konstruktionsbüros beim Bevollmächtigten für Sondermaschinenbau: so war er z.B. maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der Strahltriebwerke des FW90, des ersten Düsenjägers der Welt.

Wir brauchen nicht im Einzelnen zu erzählen, wie Karl Emil Witzig zusammen mit seinem Freund Rudolf Frank in den Jahren nach dem Krieg einen großen Betrieb aufgebaut und geleitet hat. Es genügt zu erfahren, dass er 200 Patente, 50 deutsche und 150 ausländische, erhalten hat. Und wir verstehen, dass seine Maschinen, Automaten und Aggregate noch heute in ungezählten Betrieben aller Welt laufen. Das also ist das eigentliche Lebenswerk des Karl Emil Witzig.

Davon berichtet unser einfacher Gedenkraum freilich nicht. Ich meine aber, wir seien es dem Menschen Karl Emil Witzig schuldig, auch diese Lebensleistung zu dokumentieren, dann erst bekommen die liebenswerten Bilder in diesem Zimmer, das seinem Andenken gewidmet ist, die wahre Dimension. Die kühne Sachlichkeit des Konstrukteurs und Erfinders, die Verantwortung des Unternehmers für Werk, Betrieb und Mitarbeiter, das ist die eine Seite. Und die Aquarelle und ihre Ehrlichkeit in diesem bescheidenen Raum; das ist die andere. Sie offenbart uns einen Wesenszug, den wir uns als Lebensbeispiel zu Herzen nehmen können: es ist die Demut.

Die Ausstellung ist im Dorfgemeinschaftshaus Diefenbach, Mühlackerstr. 29, zu sehen. Besichtigungen können bei der Touristik-Agentur-Sternenfels unter Tel.: 07045 / 970-555 gebucht werden.

Martina Mohren - Malerei

Martina Mohren war als Künstlerin 18 Jahre in Sternenfels aktiv. Heute lebt und arbeitet sie am Zürichsee. Ihre Werke zeichnen sich durch eine expressive Farbsprache aus. Die Arbeiten auf Leinwand bewegen sich in einer Größe von 30 x 30 cm bis zum monumentalen Großformat von 320 x 160 cm. Ihre frei stehenden Acrylglasobjekte verleihen ihren Motiven eine einzigartige Leichtigkeit und Transparenz und haben vielfach ein Format von 30 x 170 cm.

Seit 1996 werden ihre Arbeiten erfolgreich in Einzelausstellungen in Deutschland (u. a. in Bonn, Frankfurt, Köln, Stuttgart) präsentiert. Ihre Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland (u. a. in Japan, USA und der Schweiz).

  • Seit 1999 projektorientierter Kunstunterricht an der Grundschule Sternenfels im Rahmen eines Programms des Landes Baden Württemberg zur Förderung der musisch-kulturellen Bildung
  • Teilnahme (auch als Mitglied des Lions Clubs) an der Ausstellung und Versteigerung „Schmuck und Kunst“ des Lions Clubs Remchingen-Pfinztal 
  • 1999 erschien das Buch „Wenn Farben blühen“ im Stieglitz Verlag. Gedichte zu Blumenbildern von Martina Mohren, geschrieben von der in New York lebenden deutschen Lyrikerin Margot Scharpenberg.
  • Jahresbild 1999 für Weimer Pharma GmbH, Rastatt; Auflage: 300 Stück signiert
  • 2000 hat sie gemeinsam mit Schülern der Grundschule Sternenfels an dem größten Kunstprojekt im öffentlichen Raum in Europa teilgenommen: „EURO-Welt, Europa malt für krebskranke Kinder“
  • 2003 und 2004 Gestaltung und Teilnahme am Bad Liebenzeller Adventskalender zu Gunsten krebskranker Kinder
  • 2004 künstlerische Ausgestaltung des neu renovierten „Weißen Saals“ im Hotel Königshof,  Bonn, mit Acrylglasobjekten
  • 2004 Aufnahme in den Katalog der Kunstsammlung der Sparkasse Pforzheim-Calw (Seerosenknospe 2002, Acryl auf Leinwand, 200 x 200 cm)
  • 2004 Herausgabe des Kataloges „Martina Mohren“ in limitierter und nummerierter Auflage
  • 2005 künstlerische Gestaltung der Büroräume einer Frankfurter Unternehmensberatung mit Bildern und Objekten
  • 2007 Arbeit zur Förderung kreativer Jugendbildung im Rahmen des Projekts ARTistik, gefördert von Obenauf e.V.
  • 2008 künstlerische Gestaltung eines Vorstandsbüros der Volksbank Pforzheim, sowie eines Konferenzraumes der Commerzbank AG, Köln mit Acrylglasbildern und Objekten
  • 2009 Acrylglasprojekt ARTistik in der Grundschule Sternenfels gefördert von Obenauf e.V.
  • 2011 und 2013 werden Ihre Entwürfe „Sommerwind“ und „sea breeze“ in das Porzellanprogramm von Clou & Classic aufgenommen

„Ein klares unumwundenes Bekenntnis zur Farbe. Das sind die Bilder von Martina Mohren, die sich ohne Scheu und falsche Berührungsängste wieder dem Staffeleibild und der Figuration zuwendet … Herausragendes Charakteristikum aller ihrer Gemälde, ist die ungeheure Leuchtkraft und Farbigkeit, die den Blick des Betrachters magisch anzieht. Martina Mohrens farberfüllte Blumen verkörpern auf eine wunderbar direkte Art das, was die Franzosen als „LA JOIE DE VIVRE“ bezeichnen. Freude am Leben, Lebensbejahung, Lebensfülle.“
(Claudia Baumbusch, Kunsthistorikerin M. A., Pforzheim)

„Ihre Handschrift vereint wägende Bedachtsamkeit und Sicherheit. …. die oft leuchtenden Farbkontraste steigern sich zu einem flammenden Spannungsverhältnis“
(Dr. Hubertus Froning, Oberkustos des Essener Folkwang Museums)

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Künstlerin Martina Mohren unter ihrem Bild "Grosse Enten 2012, Acryl auf Leinwand, 320 x 120 cm"
Künstlerin Martina Mohren unter ihrem Bild "Grosse Enten 2012, Acryl auf Leinwand, 320 x 120 cm"

Feuerspritzenmuseum Diefenbach

Feuerspritze von 1808
Feuerspritze von 1808

In einer bemerkenswerten, ehrenamtlichen Gemeinschaftsleistung konnte im Ortsteil Diefenbach ein interessantes Feuerspritzenmuseum eingerichtet werden. 

Die Altersabteilung Diefenbach restaurierte u.a. die Feuerspritzen aus den Jahren 1808 und 1881. Das Feuerspritzenmuseum enthält neben seinen Prunkstücken, den beiden vorgenannten Feuerspritzen, weitere Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr bis ins 20. Jahrhundert. Es dokumentiert damit nahezu lückenlos die Entwicklung einer Dorffeuerwehr von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis heute, ergänzt durch 16 Schautafeln, die neben vertiefenden Informationen zur Feuerwehr auch Themen der dörflichen Sozialgeschichte aufgreifen. 

Führungen werden von ehemaligen Mitgliedern der Feuerwehr Diefenbach nach vorheriger Anmeldung durchgeführt. 

Das Buch "Feurio! Chronik der Feuerwehr eines Dorfes seit 1565" kann im Buchhandel oder über das KOMM-IN Dienstleistungszentrum bezogen werden. 

Ausstellung Geschichte und Geologie

Im Wahrzeichen der Gemeinde, dem Schloßbergturm, wurde im Jahr 2000 die Ausstellung GuG - Geschichte und Geologie eingerichtet.

In komprimierter Form erhalten Besucher Informationen über die Geologie des Stromberges, wichtig für die Gemeinde, die jahrhundertelang ein Sandbauerndorf war.

Ausstellung GuG
Ausstellung GuG

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Martina Mohren in der Grundschule Sternenfels
Martina Mohren in der Grundschule Sternenfels

Gemeindeverwaltung Sternenfels, Maulbronner Str. 7, 75447 Sternenfels

Tel. 07045 970-4000 | info@sternenfels.org